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        Der Name BMW und seine Geschichte

        3 min Lesedauer
        Der Name BMW steht für Freude am Fahren. Doch wofür steht die Abkürzung eigentlich? Und wie kam es zu diesem Namen? Lesen Sie hier die bewegte Geschichte eines bewegenden Firmennamens.

        Die Abkürzung BMW steht für Bayerische Motoren Werke. Der Name verweist zum einen auf die Herkunft des Unternehmens: den heutigen Freistaat Bayern. Zum Zweiten gibt er einen Hinweis auf das ursprüngliche Produktangebot von BMW: Motoren für verschiedene Einsatzbereiche.

        Ihren Ursprung hat die heutige Bayerische Motoren Werke AG in der Firma Rapp Motorenwerke GmbH, die seit 1913 Flugzeugmotoren baute. W?hrend des Ersten Weltkriegs belieferte Rapp nicht zuletzt die Luftstreitkr?fte des damaligen Deutschen Kaiserreichs. Automobile spielten zu dieser Zeit noch keine nennenswerte Rolle für die breite Bev?lkerung. Wer weite Strecken zurücklegen musste, nahm die Eisenbahn.

        Aus Rapp Motorenwerke wird BMW

        Die Rapp Motorenwerke hatten ihren Hauptsitz in München – ebenso wie die Gustav Otto Flugmaschinenfabrik, wo die Motoren in Flugzeuge verbaut wurden. Als die Firma Otto 1916 in Insolvenz ging, entstand daraus die Bayerische Flugzeugwerke AG (BFW). Kurz darauf firmierten auch die Rapp Motorenwerke um: Ab 1917 nannte sich die Firma Bayerische Motoren Werke GmbH. Den Ursprung von BMW in der Firma Rapp erkennt man auch am Logo.

        Im Jahr 1918 lag das Werksgel?nde von BMW noch auf der grünen Wiese. Heute residiert in den repr?sentativen Geb?uden an der Moosacher Stra?e in München die BMW Group Classic.

        Der Name BMW verschwindet – vorerst

        Im August 1918 wurden die Bayerischen Motoren Werke eine Aktiengesellschaft. Doch das Ende des Ersten Weltkriegs stoppte den Bau von Flugmotoren: Der Friedensvertrag von Versaille verbot Deutschland den Bau von Flugzeugmotoren. BMW verlegte sich auf Eisenbahnbremsen und Einbaumotoren. Und das so erfolgreich, dass die Berliner Firma Knorr-Bremse AG 1920 die Mehrheit an BMW übernahm, das Unternehmen eingliederte und nach München umzog. Die Bayerischen Motoren Werke verschwanden vorerst als eigenst?ndiges Unternehmen von der Bildfl?che – wenn auch nicht lang.

        Die Bayerischen Motoren Werke in den 1970er-Jahren. Das Bild zeigt einen Schichtwechsel im Werk München-Milbertshofen.

        Die zweite BMW Gründung

        Im Jahr 1922 war der Gro?investor und Flugzeugbaupionier Camillo Castiglioni Hauptaktion?r bei der Knorr-Bremse AG. Er kaufte den Firmennamen BMW, übernahm den Motorenbau mitsamt Mitarbeitern, Produktionsanlagen und Firmenlogo und übertrug alles auf die BFW, die Bayerische Flugzeugwerke AG.

        Noch im selben Jahr zog das Unternehmen in die Werkshallen der BFW in der Lerchenauer Stra?e und ?nderte seinen Namen auf Bayerische Motoren Werke AG. So fand der Name BMW zum zweiten Mal Eingang ins Firmenregister.

        Ein Verkaufsraum von BMW in Berlin im Jahr 1929.

        Die BMW AG ist also Rechtsnachfolger der BFW AG. Auf dem ehemaligen BFW-Gel?nde in München-Milbertshofen stehen bis heute die Konzernzentrale und das Stammwerk der BMW Group. Und noch etwas bleibt von den Flugzeugbauern: Das Gründungs-Datum der BFW, der 7. M?rz 1916, gilt als offizieller Geburtstag von BMW.

        1923 kam mit der R 32 das erste BMW Motorrad auf den Markt, 1933 folgte mit dem BMW 303 das erste selbst und g?nzlich neu entwickelte Automobil. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellte BMW die Produktion von Flugmotoren ein.

        -Sehen Sie die Vorg?ngerfirmen von BMW in der Galerie

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        Produktion bei den Rapp Motorenwerken in München. Ab 1917 nannte sich das Unternehmen Bayerische Motoren Werke GmbH.
        Produktion bei den Rapp Motorenwerken in München. Ab 1917 nannte sich das Unternehmen Bayerische Motoren Werke GmbH.
        Die Rapp Motorenwerke waren Spezialist für Motoren von Milit?rflugzeugen.
        Die Gustav Otto Flugmaschinenfabrik verbaute die Motoren des Unternehmens Rapp in Flugzeuge.
        Unternehmens-Gründer Gustav Otto vor einer seiner Maschinen.
        Das Berliner Unternehmen Knorr-Bremse gliederte BMW 1920 ein und zog nach München. Das Foto zeigt die Produktion von Bremskompressoren im Jahr 1947.
        Der Knorr-Gro?aktion?r und Flugzeugpionier Camillo Castiglioni übertrug die Rechte am Namen BMW mitsamt dem Motorenbau auf die Bayerischen Flugzeugwerke BFW.
        Das Gel?nde des Unternehmens Bayerische Flugzeugwerke BFW lag 1917 noch vor den Toren der Stadt München.
        Heute befindet sich auf dem Gel?nde in München-Milbertshofen der Hauptsitz der BMW AG, mit dem berühmten Vierzylinder und der BMW Welt (im Vordergrund links).

        Was bedeutet BMW?

        Der Name BMW steht für Bayerische Motoren Werke AG. BMW entstand 1917 aus der Münchner Firma Rapp Motorenwerke. 1920 ging BMW in der Firma Knorr-Bremse AG auf. 1922 erfolgte die Neugründung als Bayerische Motoren Werke AG. Sie war Nachfolgerin der 1916 gegründeten Bayerischen Flugzeugwerke AG. Deshalb gilt 1916 als Gründungsjahr von BMW.

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